Erkrankung: Covid-19 | Erreger: SARS-CoV-2

Informationen zum Corona-Virus sowie zur Grippeschutz- und Pneumokokken-Impfung

Liebe Patientinnen, liebe Patienten,

aufgrund der bestehenden Corona-Virus-Pandemie beachten Sie bitte folgendes:

 

COVID-19-Auffrischimpfung,  Grippe- und Pneumokokken-Impfungen

 

Die Corona-Pandemie hat eine dramatische Entwicklung genommen. In der Folge sind die COVID-19-Impfungen noch wichtiger geworden und die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Auffrisch- bzw. Booster-Impfung auch für die Menschen ab 18 Jahren. Nachdem das Impfzentrum auf dem Messegelände Ende September seine Pforten geschlossen hat, haben vor allem die Betriebs-und Hausärzte die Organisation und Durchführung der COVID-19-Impfungen übernommen. Leider ist die große Zahl der Impfungen vor allem in den Praxen aktuell nicht zu bewältigen. Daher wurden in den letzten Wochen immer weitere Möglichkeiten geschaffen, sich impfen zu lassen. Im Stadtgebiet von Hannover gibt es zum Beispiel im Gesundheitsamt in der Weinstraße (nahe Aegidientorplatz), in der Mensa der Leibniz-Uni, am Mühlenberger Markt und in der Sophien-Klinik, die Möglichkeit, sich kostenlos und ohne Termin impfen zu lassen. Weitere Impfzentren gibt es unter anderem in Barsinghausen, Burgdorf, Garbsen, Hemmingen, Isernhagen, Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Neustadt, Seelze und Springe. Darüberhinaus gibt es mobile Impfteams, die die Impfungen unterstützen. Informationen zu Standorten und Öffnungszeiten finden Sie unter:

 

Der Andrang in der Praxis ist unabhängig von den Impfungen sehr groß und wir möchten keine weitere Sprechstundenzeit aufgeben. Daher konzentrieren wir uns insbesondere bei der Booster-Impfung auf folgende Personengruppen:

 

  • Personen im Alter von ≥ 60 Jahren

  • Personen mit einer Immunschwäche (Im Einzelfall Rücksprache mit dem Arzt!)

  • BewohnerInnen und Betreute in Einrichtungen der Pflege für alte Menschen. Aufgrund des erhöhten Ausbruchspotentials sind hier auch BewohnerInnen im Alter von < 70 Jahren eingeschlossen.

  • Pflegepersonal und andere Tätige mit direktem Kontakt mit den zu Pflegenden in ambulanten, teil- oder vollstationären Einrichtungen der Pflege für alte Menschen oder für andere Menschen mit einem erhöhten Risiko für schwere COVID-19-Krankheitsverläufe

  • Personal in medizinischen Einrichtungen mit direktem Patientenkontakt

 

Die Boosterung erfolgt ausschließlich mit einem mRNA-Impfstoff (BioNTech, Moderna) und soll frühestens 6 Monate nach Abschluss der Grundimmunisierung erfolgen. Diese Regelung betrifft die Patienten, die mit den Impfstoffen von AstraZeneca, BioNTech und Moderna geimpft wurden.

Bei der Impfung mit dem COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson (Janssen) verhält es sich anders. Im Verhältnis zur Anzahl der verabreichten Impfstoffdosen in Deutschland werden die meisten COVID-19-Impfdurchbruchserkrankungen bei Personen beobachtet, die mit dem COVID-19-Impfstoff von Johnson & Johnson geimpft wurden. Weiterhin wurde für den Janssen-Impfstoff im Unterschied zu den anderen zugelassenen Impfstoffen eine vergleichsweise geringe Impfstoffwirksamkeit gegenüber der Delta-Variante beobachtet. Aufgrund des ungenügenden Impfschutzes nach der bislang bei diesem Impfstoff nur einen empfohlenen Impfstoffdosis empfiehlt die STIKO, eine Grundimmunisierung mit dem COVID-19-Impfstoff Janssen mit einem mRNA-Impfstoff als weitere Dosis zu optimieren. Diese zusätzliche mRNA-Impfstoffdosis sollte ab 4 Wochen nach der Janssen-Impfung verabreicht werden.

 

Mittlerweile kann die COVID-19-Impfung simultan zu anderen Totimpfstoffen erfolgen. In der Regel trennen wir aber die Impfungen um zumindest eine Woche, damit mögliche Nebenwirkungen besser zugeordnet werden können.

 

Bei den meisten PatientInnen ist diese zusätzliche Impfstoffdosis als Auffrischimpfung („Booster“) zu verstehen. Bei einer kleinen Gruppe schwer immundefizienter Personen mit einer erwartbar stark verminderten Impfantwort, wie z.B. bei PatientInnen nach Organtransplantation und KrebspatientInnen unter immunsuppressiver, antineoplastischer Therapie, sollte diese zusätzliche Impfstoffdosis als Optimierung der primären Impfserie bereits 4 Wochen nach der Grundimmunisierung angeboten werden. In diesen Fällen erfolgt eine gezielte Überprüfung der Immunantwort in Form des Antikörpertiters. Je nach Ergebnis kann eine weitere Boosterung zeitnah notwendig sein.

 

Die Grippe-Impfung und auch die Pneumokokken-Impfung sind aufgrund der Corona-Pandemie noch wichtiger als bisher. Die Grippe-Impfung läuft seit Oktober und sollte bis spätestens Ende des Jahres erfolgen, um in der hauptsächlichen Grippe-Zeit im Februar und März seine Wirkung zu entfalten. Hier gibt es eine Änderung bezüglich des Impfstoffes. Es handelt sich weiterhin um einen Vierfach-Impfstoff, aber für die über 60-jährigen Personen steht ein Hochdosis-Impfstoff zur Verfügung. Dieser beinhaltet die gleichen vier Stämme wie zuvor, aber in einer höheren Dosierung. Der Schutz ist entsprechend besser und die Verträglichkeit ähnlich gut wie beim normaldosierten Grippe-Impfstoff.

 

Bitte melden Sie sich rechtzeitig sowohl für die Grippe- als auch die gegebenenfalls anstehende Pneumokokken- und COVID-19-Impfung an und wir werden die Impfungen koordinieren. Falls Sie im Vorfeld Fragen haben, sprechen Sie uns gerne an. Bitte bringen Sie für die COVID-19-Impfung das Aufklärungsmerkblatt und den Anamnese-und Einwilligungsbogen mit:

Aufklärungsmerkblatt und Anamnese-und Einwilligungsbogen zum mRNA-Impfstoff (BioNTech, Moderna)

Über weitere Änderungen werden wir Sie möglichst zeitnah informieren.

Gerne informieren Sie sich auf folgenden Internetseiten: 


 

WENN

Sie akut an Erkältungssymptomen leiden, insbesondere Husten, Schnupfen und Fieber,

UND/ODER 

Sie innerhalb der letzten 14 Tage näheren Kontakt zu einem Menschen hatten, bei dem der Corona-Virus nachgewiesen wurde,

DANN

kommen Sie nicht direkt in unsere Praxis, sondern rufen zunächst uns oder den kassenärztlichen Notdienst (Tel. 116 117) an. Wir besprechen gemeinsam mit Ihnen zuerst am Telefon das weitere Vorgehen. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt überprüfen wir anschließend weitere Hygienemaßnahmen und planen die nächsten Schritte.

 

Was ist noch wichtig:

Die Symptome sind im Zweifel nicht von denen eines grippalen Infekts zu unterscheiden. Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem für Patienten mit mehreren Erkrankungen oder einem geschwächten Immunsystem.

 

Die wichtigsten Maßnahmen zum Schutz vor einer Infektion sind Handhygiene, Husten-und Nies-Etikette und Abstand zu Erkrankten zu halten.

Patienten mit Corona-Symptomen / App-Warnung
Haben Sie Symptome und/oder über die Corona-Warn-App ein erhöhtes Risiko mitgeteilt bekommen: Bitte melden Sie sich in der Praxis telefonisch, um den Abstrich außerhalb der Sprechstunde zu organisieren.

Ihr Praxisteam
                                                                                                                                       

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